Einsätze in dieser besonderen Zeit

 

 

 

Auch in Zeiten von Corona werden Menschen vermisst.

 

Von Mitte März bis Mitte Juni wurde unsere Staffel mehr als ein Dutzend Mal zu Einsätzen vor allem im Bonner Raum aber auch in angrenzenden Gebieten alarmiert und eingesetzt.

 

Egal ob ein an Demenz leidender Senior, ein verunfallter Verkehrsteilnehmer, der von der Unfallstelle weglief, oder ein aufgrund einer Erkrankung hilfloser junger Mensch, das Aufgabenfeld erstreckte sich über die gesamte Bandbreite der durch Rettungshunde zu suchenden Personen.

 

Hinter jedem Einsatz steckt ein Schicksal, hinter jedem Vermisstenfall stehen neben der sich in vermutlicher Notlage befindlichen Person auch bangende Angehörige, Freunde und Verantwortliche, die sich große Sorgen um die jeweilige vermisste Person machen.

 

Unter den im Zeichen von Corona stehenden Besonderheiten wie separate Anfahrt, Mund-Nasen-Schutz, einzeln verpackte Funkgeräte und Tracker sowie besondere Verhaltensweisen am Einsatzort rückte die Einsatzgruppe zu jeder Tages- und Nachtzeit aus, um die Polizei oder auch benachbarte Rettungshundestaffeln bei der Suche nach der jeweils vermissten Person zu unterstützen.

 

Zum Glück konnte die überwiegende Mehrheit an vermissten Personen innerhalb kurzer Zeit wieder aufgefunden werden, einzelne Schicksale sind jedoch weiter ungeklärt.

 

Über jede gefundene Person freuen wir uns mit der betroffenen Person und den Angehörigen, für die weiterhin ungeklärten Fälle hoffen wir auf einen glücklichen Ausgang und sind in Gedanken bei den Angehörigen.

 

 

 

Übungsbetrieb wieder aufgenommen

 

 

Unseren Übungsbetrieb mussten wir im März vorübergehend einstellen.

 

Der BRH Bundesverband Rettungshunde e.V. reagierte sehr schnell auf die aktuelle Situation und bot ein- bis zweimal in der Woche Webinare zu den verschiedensten Themen der Rettungshundearbeit an, so dass wir zumindest unsere theoretischen Kenntnisse ausbauen bzw. auffrischen konnten. Illustriert wurde dies durch eine Vielzahl von Videoeinspielungen aus der Praxis. Auch unsere Staffel hat dieses Angebot intensiv genutzt.

 

Sobald die ersten Lockerungen beschlossen wurden, erarbeiteten wir ein Hygienekonzept und nahmen das Training zunächst in festen Kleinstgruppen wieder auf. Inzwischen konnte die Größe dieser festen Gruppen der Verordnung entsprechend erhöht werden.

 

Unsere erfahrenen Hunde müssen auch weiterhin einsatzfähig gehalten werden, andere werden noch auf die Einsatzfähigkeit hin ausgebildet. Die Aus- und Fortbildung findet bei den Hunden ein Rettungshundeleben lang statt.

 

Trotz Einschränkungen und Mehraufwand sind Mensch und Hund weiterhin begeistert dabei und setzen sich für die gute Sache ein.

 

In diesem Sinne, bleiben Sie bitte gesund.

 

26.02.2020 Besuch bei der Feuerwache 1

Diese Woche Mittwoch waren wir bei der Feuerwache 1 in Bonn zu Besuch. Wir wissen nun noch genauer als bisher, wie die verschiedenen Einsatzfahrzeuge ausgerüstet sind und welche Transportmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Gerade bei Einsätzen in unwegsamem Gelände können wir so dem anrückenden Rettungsdienst schon im Vorfeld wichtige Hinweise geben.

Rettungshundearbeit im Zeichen der Krise

 
Unseren Übungsbetrieb mussten wir angesichts der aktuellen Situation leider vorübergehend einstellen. Für Einsätze stehen wir aber unter Beachtung schärfster Sicherheitsmaßnahmen weiterhin uneingeschränkt zur Verfügung. Die Maßnahmen reichen vom Tragen von Einmalhandschuhen und dem Verbleib im privaten Pkw in Erwartung des Einsatzes für das jeweilige Team bis hin zur gesicherten Aus- und Rückgabe von Funkgeräten und Trackern. Wir werden alles dafür tun, unsere Einsatzkräfte bestmöglich zu schützen und dennoch eine professionelle Suche durchzuführen.

Bleiben Sie gesund!

23.02.2020 Großes Medienecho

Ein ungewöhnlich großes Medienecho hat die Suche nach einem Kleinkind im Anschluss an einen Karnevalsumzug am Sonntagabend in Alfter-Witterschlick ausgelöst. Auch die Rettungshundestaffel war mit allen verfügbaren Einsatzkräften vor Ort. In der Regel läuft die Rettungshundearbeit nahezu unbemerkt von der Bevölkerung in den Nachtstunden ab. Doch diesmal gab es, durch Aufrufe in den sozialen Medien, eine überwältigende Hilfsbereitschaft.