Flutkatastrophe – die Woche im Überblick

Auch unsere Staffel ist in vielfältiger Weise von der aktuellen Flutkatastrophe an der Ahr und Umgebung betroffen. In Gedanken sind wir bei den Betroffenen und ihren Angehörigen.

An dieser Stelle fassen wir die vergangene Woche zusammen:

14.07.2021: Am Mittwochnachmittag nimmt ein Teil unserer Staffel an einer Übungseinheit in der Nähe von Bad Münstereifel statt. Bei der zeitversetzten Abfahrt der Staffelmitglieder ahnt noch niemand, wie lebensbedrohlich die Situation inzwischen ist. Während die ersten Teilnehmer bereits zu Hause angekommen sind, können die beiden letzten Mitglieder das Übungsgebiet wegen überfluteter Straßen nicht mehr verlassen. Sie finden bei unserem Mitglied Barbara Hirsch Unterschlupf, die selbst mit undichten Stellen zu kämpfen hat und weder Wasser noch Strom oder Telefon hat. Auch Elisabeth Braun schafft es nicht bis nach Hause und muss unterwegs übernachten.

 

15.07.2021: Erst im Laufe dieses Tages gibt es Gewissheit, dass alle Übungsteilnehmer des Vortages unversehrt zu Hause angekommen sind. Da ist Silke Baumblüth bereits für die Staffel im Rettungseinsatz und kann zwei Vermisste nur noch tot auffinden. Unterstützt wird sie von unserer Vorsitzenden Silvia Wessels, die das Gebiet nicht verlassen kann, und Barbara Hirsch.

 

16.07.2021: Die ersten Hilfsaktionen laufen an. Das Stromaggregat der Staffel wird nacheinander an zwei Familien verliehen. Unsere Vorsitzende hilft ebenfalls mit einem Stromaggregat sowie mit Wasserkanistern, Gaskocher und dem Laden von Powerbanks aus. Während einige Mitglieder unserer Staffel selbst von Wassereinbruch, abbruchreifen Häusern und Evakuierungen betroffen sind, helfen andere Mitglieder zusammen mit Bewohnern aus dem Katastrophengebiet bei den Aufräumarbeiten. Zudem bieten einige nicht betroffene Mitglieder Gästezimmer oder andere Übernachtungsmöglichkeiten an.

 

17.07.2021: Neben der Flutkatastrophe geht in anderen Teilen Deutschlands der reguläre Betrieb weiter. So schließt am Samstag Robin Baumblüth zusammen mit Razz ihre jährliche Wiederholungsprüfung für die Trümmersuche erfolgreich ab. Wir gratulieren den Beiden ganz herzlich.

 

18.07.2021: Im Rahmen der Flutkatastrophe wird unsere Staffel in den frühen Morgenstunden neben weiteren Rettungshundestaffeln und Katastrophenschutzeinheiten (DRK, THW, DLRG, Feuerwehr) durch den Rhein-Erft-Kreis alarmiert. Nach mehreren Stunden im Bereitstellungsraum kann der Einsatz gegen 17:00 Uhr beendet werden.

 

19.07.2021: An diesem Montag unterstützen einige Mitglieder der Staffel die Einsatzkräfte im Katastrophengebiet. Neben den Aufräumarbeiten werden unter anderem gechipte Haustiere identifiziert und die Besitzer über den Verbleib der Tiere informiert.

Am späten Abend wird die Staffel unabhängig von der Flutkatastrophe durch die Polizei Bonn alarmiert. Nach mehrstündiger Suche muss diese abgebrochen werden. Am Folgetag kann die vermisste Person aufgefunden werden.

 

21.07.2021: Einige Mitglieder unterstützen bereits seit mehreren Tagen ununterbrochen bei den Aufräumarbeiten im Katastrophengebiet. Zudem wird die Staffel am Morgen erneut unabhängig von der Flutkatastrophe durch die Polizei Bonn zu einer Personensuche alarmiert. Noch während der anfänglichen Suchmaßnahmen kann die Person gefunden und der Einsatz abgebrochen werden.

Am Abend erreicht die Staffel eine Alarmierung der BRH Rettungshundestaffel Rhein-Mosel e.V. für den Kreis Ahrweiler. Wir unterstützen die Kollegen mit sechs Flächensuchhunden und sechs Trümmersuchhunden. Da die Landstraße im Einsatzgebiet vollständig durch die Flutkatastrophe zerstört ist, haben die Einsatzkräfte einen weiten Fußweg in die jeweiligen Suchgebiete zu bewältigen.